Archiv für den Monat: Dezember 2018

Solidarität mit den Stansted15

Die Seebrücke München erklärt sich mit den Stansted 15 solidarisch. Wir verurteilen den Mißbrauch von Terrorgesetzgebung, um friedlichen Protest mit dem Ziel der Abschreckung zu kriminalisieren.
Unser Dank gilt den mutigen und konsequenten Aktivist*innen, die bereit waren, in dieser Aktion für die Menschenrechte von Migrant*innen einzutreten.

Kein Mensch ist illegal. Statt Abschiebungen fordern wir ein umfassendes Recht auf Bewegungsfreiheit.

Mehr Hintergrund zu den Stansted15: WOZ

Danke an alle für eine schöne SoliSause!

Wir hatten einen schönen Abend und wir hoffen alle Gäste auch!
Erstmal geht ein riesiges Danke an alle, die uns bei der Sause unterstütz haben. Es wurden soooo viele Preise für die Tombola gespendet, dass wir am Ende kaum Nieten hatten, wir hätten damit schon einen eigenen T-Shirt-Shop aufmachen können, wozu neben vielen anderen die Polizeiklasse einen grossen Beitrag geleistet hat, danke! Ein Päckchen mit Preisen ist leider scheinbar auf dem Postweg verloren gegangen, aber wenn es noch auftaucht, müssen wir einfach nochmal ne Tombola machen. Und unser Hauptgewinn, das Moonbird-Schild, das seit der ersten Kundgebung der Seebrücke München dabei war, soll seinen Weg ins Stadtmuseum finden, hiess es, das freut uns sehr.
Kulinarisch waren wir auch verwöhnt mit den wunderbaren Waffeln, einem leckeren Dal, großartigem Kuchen und Plätzchen waren auch irgendwie überall, Nussplätzchen und Vanillekipferl und Schiffchen-Plätzchen und wir hatten eine große Rettungsringplätzchen-Lieferung von der Seebrücke Heidelberg, vielen Dank dafür! 🙂
Unsere Idee mit den Not-So-Longdrinks ist irgendwie im Sande verlaufen, bzw. im Bier, da wird wohl irgendwann ein Restetrinken anstehen, aber es waren jedenfalls alle Gäste ausreichend versorgt!
Die Express Brass Band hat uns grandiose Stimmung gemacht und die DJs waren auch wunderbar, es wurde getanzt und gewippt und sogar ein bißchen getschunkelt (oder wie man das schreibt). Für die Visuals gab es auch viel Lob, die waren wirklich gut gelungen, und wir hoffen, daß die irgendwann nochmal zum Einsatz kommen und nicht im Archiv verstauben.
Der Stencil-Raum ist ein bißchen zur Chill-Ecke geworden, wir haben ein paar schöne Drucke gemacht, und haben es auch geschafft, einen ehemals schönen Hoodie zu versauen (merke: nicht jeder Stoff ist zum bedrucken geeignet), der Besitzer hat es aber mit Fassung getragen, das ganze wurde einfach zur Kunst deklariert. Auch die Stencils wollen wir für zukünftige Aktionen weiterverwenden.
Das vegetarische Fresskorbwichteln lief im überschaubaren Rahmen ab, wir hoffen, dass alle, die was reingelegt hatten, auch was wiederbekommen haben, denn am Schluß ist ein bisserl was übrig geblieben.
Insgesamt war’s ein gelungener Abend, fanden wir und wir bedanken uns bei allen, die mit uns gefeiert haben.
Der Erlös vom Waffel- und Glühweinstand von Jugend rettet e.V. und Alarm Phone geht zu Gunsten der Prozesskosten der IUVENTA-Crew und mir ist zu Ohren gekommen, daß da ein bißchen was zusammen kam. Und auch die Aktionskasse der Seebrücke München hat jetzt einen guten Start ins neue Jahr. Danke an alle dafür.
Die SoliSause war für uns ein schöner Abschluss für dieses anstrengende Jahr, und wir hoffen, wir sehen Euch alle im nächsten Jahr bei gemeinsamen Aktionen wieder!

SeebrückenSoliSause

Fr. 21. Dezember 2018 , 19 –1 Uhr (draussen bis 22 Uhr) im Bellevue di Monaco, Müllerstraße 2, 80469 München

Zefix, da is ja scho wieda a Jahr herum!

Das heißt, es ist Zeit, Euch alle nochmal herzlichst einzuladen, vor den Feiertagen gemütliche zusammenzukommen und gemeinsam auf ein ereignisreiches Jahr zurückzublicken. Wir, die Seebrücke München, möchten uns mit dieser kleinen Feier auch noch mal bei all unseren Unterstützer*innen und Mitstreiter*innen bedanken und Euch die Möglichkeit zum (entspannten) Austausch bieten. Und wenn dabei noch Spenden für unsere Arbeit zum Thema Seenotrettung und sichere Fluchtwege zusammenkommen, dann wäre das eine wirklich feine Sache…

Genaueres zum Programm:

Die Express Brass Band wird um 20:30 Uhr aufspielen, danach kümmern sich unsere DJ*anes L. T. Mayer und Martin Horn um die Stimmung – und das alles begleitet von Visuals von tps nostromo.
Am frühen Abend könnt Ihr Euren persönlichen Seebrücken Stencil-Druck anfertigen. Am besten bringt Ihr noch etwas Bedruckbares (T-Shirt, Stoffbeutel oder so) mit.
Im Innenhof des Bellevue könnt Ihr bei Jugend Rettet und Alarmphone München auf einen Glühwein und frische Waffeln (non-vegan und vegan) vorbeischauen. Drinnen wird es auch ein paar Kleinigkeiten zum Essen und verschiedene Getränke geben.
Wer sogar selbst etwas Essbares zum Verschenken mitbringt, kann beim vegetarischen Fresskorb-Wichteln mitmachen. Bei der Tombola hat jede*r die Chance, (neben anderem) so manch ein rares Artefakt aus dem ‚Sommer des Widerstandes’ zu gewinnen.

Also kommt vorbei und bringt Eure Freund*innen mit, wir freuen uns auf Euch!
Eure Seebrücke München

Rückblick: Zeit wird’s: Heimat statt Ausgrenzung – Demo am 8. Dezember 2018 in München

 

Am zweiten Adventswochenende war der orange Block wieder mal auf Münchens Straßen unterwegs. Gemeinsam mit hunderten von Bürger*innen sind wir dem Aufruf #HeimatStattAusgrenzung des Bündnis Gemeinsam für Menschenrechte und Demokratie gefolgt. Denn wir wollen eine Heimat für alle sein, die hier leben. Wir wollen eine offene und solidarische Gesellschaft, in der niemand in Kriegsgebiete abgeschoben wird, in der alle Menschen gleichberechtigten Zugang zu Arbeit und Bildung haben, in der die Rechte aller Menschen gleichermaßen respektiert und geschützt werden.‘

Wir fordern den sofortigen Rücktritt von Horst Seehofer als Bundesinnenminister!
Wir fordern den sofortigen Abschiebestopp nach Afghanistan!
Wir fordern Arbeits- und Ausbildungsgenehmigungen für alle Geflüchteten, unabhängig vom Aufenthaltsstatus oder Wohnort!
Wir fordern eine echte Perspektive und Integration von Geflüchteten und die Abschaffung der sogenannten AnkERzentren!
Wir fordern: Macht München zum Sicheren Hafen!

#HeimatStattAusgrenzung
#SeebrückeStattSeehofer

Petition: Eine Stadt für alle – Macht München zum Sicheren Hafen

Wir wollen 6.500 Unterschriften sammeln, um im Stadtrat Gehör zu finden

https://www.openpetition.de/petition/online/eine-stadt-fuer-alle-macht-muenchen-zum-sicheren-hafen

Mit Sorge beobachtet die Seebrücke München die derzeitige Situation im und um das Mittelmeer. Krieg, sowie Angst vor Verfolgung und Missbrauch zwingen Menschen zur Flucht. In Ermangelung legaler Einreisemöglichkeiten (z.B. über nationales Asylrecht oder internationale Resettlement-Programme) und sicherer Fluchtwege sind Geflüchtete gezwungen, auf die lebensgefährliche Überquerung des Mittelmeers nach oft jahrelangen Strapazen als ‘letzte Option’ auszuweichen. Laut UNHCR sind allein im Juni und Juli dieses Jahres 851 Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer gestorben, seit Beginn 2018 sind über 2060 Menschen dort ertrunken. Diese hohe Todeszahl – wobei die Dunkelziffer noch viel höher angesetzt werden muss – steht in direktem Zusammenhang mit Europas Abschottungspolitik: mit den Bemühungen, die Südgrenzen immer weiter zu militarisieren und bis in den afrikanischen Kontinent hinein zu verschieben. Und nicht zuletzt mit der staatlich inszenierten Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung.

Angesichts dieser akut lebensbedrohlichen Lage an den Eingangstoren Europas rufen wir zur Solidarität mit allen Menschen auf der Flucht auf.

Da dieser Notstand durch die menschenunwürdige Politik der europäischen Regierenden stark verschlimmert, wenn nicht sogar herbeigeführt wurde, liegt es nun an uns Bürger*innen, sich unerschrocken für die Wahrung der Menschenrechte und den Schutz der Humanität einzusetzen. Dabei können Städte wie München eine tragende Rolle in der praktischen Umsetzung des Solidaritätsprinzips spielen und sich als klares Gegengewicht zur Abschottungspolitik der EU, der Bundesregierung und der Landesregierung Bayerns positionieren.

München ist nicht nur die drittgrößte Stadt Deutschlands, unser ‘großes Dorf’ ist auch wohlhabend und verfügt über einen starken Arbeitsmarkt. Noch dazu engagieren sich hier vor Ort bereits viele Anwohner*innen in Bürgerinitiativen, die sich um ein respektvolles Miteinander, sowie sozial-nachhaltige Strukturen bemühen. Damit verfügt die bayerische Landeshauptstadt über wesentliche Voraussetzungen, um das Konzept einer solidarischen Stadt für alle umsetzen zu können.

Wir fordern die Stadträt*innen und die Bürgermeister*innen Münchens auf, die Stadt zu einem Sicheren Hafen werden zu lassen. Dies bedeutet konkret:

  • sich mit Geflüchteten und den Seenotretter*innen solidarisch zu erklären;

  • sich aktiv gegen die Kriminalisierung der Seenotretter*innen einzusetzen und die Seenotrettung zu unterstützen;

  • einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel zu schreiben, ähnlich dem der Oberbürgermeister*innen Bonns, Kölns und Düsseldorfs, und sich für die Wiederaufnahme der Seenotrettung einzusetzen;

  • mehr Menschen aufzunehmen und Ressourcen zur Verfügung zu stellen;

  • sich gemeinsam mit den anderen Städten aktiv für Sichere Häfen in Europa einzusetzen;

  • eine Vorreiter*innenrolle in Bayern einzunehmen und sich mit anderen Sicheren Häfen aktiv auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene für Seenotrettung einzusetzen;

  • die Öffentlichmachung aller Handlungen, die unternommen werden, um München zu einem Sicheren Hafen zu machen;

  • Ankommen gewährleisten: Grundbedürfnisse sichern – Unterkunft, Ernährung, medizinische Versorgung.

Außerdem fordern wir die Schaffung nachhaltiger Strukturen und Institutionen um eine solidarische Stadt der Teilhabe und des gemeinsamen Miteinanders aller Menschen zu gewährleisten. Wir möchten eine Landeshauptstadt München in der sich alle Menschen frei und ohne Angst bewegen können, in der kein Mensch illegal ist.

Da Oberbürgermeister Dieter Reiter unsere Forderung nach Solidarität und politischem Engagement bis jetzt umgangen hat, haben wir nun eine Petition ins Leben gerufen. Wir wollen zeigen, dass sich Münchner Bürger*innen eine solidarische, weltoffene und bunte Stadt wünschen. Gemeinsam können wir Druck auf die Stadträt*innen und Bürgermeister*innen ausüben, endlich aktiv zu werden. Denn in Zeiten, in denen die allumfassende Gültigkeit der Menschenrechte angegriffen wird, sind Aktivität und nicht Passivität gefragt, um unser aller humanitären und solidarischen Grundwerte und zu wahren.

https://www.openpetition.de/petition/online/eine-stadt-fuer-alle-macht-muenchen-zum-sicheren-hafen